WEKA - Preis 2000 "Neuer Stadtteil Mosbach"

Im Rahmen meines ersten Praktikums, im Architekturbüro Bodensteiner, wirkte ich an dem Wettbewerb „Neuer Stadtteil Mosbach“ im Bereich Stadtplanung mit.


Die Stadt Mosbach, gelegen im westlichen Odenwald am Neckar, beabsichtigt die Stadterweiterung (heute ca.25.000 Einwohner, Mittel-zentrum für ca. 70 - 80.000 Bewohner) im Osten der Altstadt im Anschluß an ein dazwischen liegendes Waldstück, vorzunehmen.

Die Entwicklung neuer Siedlungskonzepte für das Leben auf dem Land stellt die eigentliche Voraussetzung für ökologisches Bauen auf dem Land dar. Ohne die Probleme des Verkehrs,des Flächenfraßes und des ungünstigen A/V-Verhältnisses freistehender Einfamilienhäuser zu lösen, ist umweltverträgliches Wohnen und Arbeiten auf dem Land nicht denkbar. Herkömmliche Einfamilienhaussiedlungen können dies nicht bieten.

Ziel des Projektes ist ein ökologisches Modellkonzept für das Leben auf dem Land bzw. in der Kleinstadt. Es wurde versucht, dicht besiedelte Lebensräume zu schaffen, die das unmittelbare Erleben der Natur mit einer modernen, viele soziale Kontakte ermöglichenden Wohnstruktur vereinen. Ohne den für die Fortbewegung auf dem Land nicht wegzudenkenden Individualverkehr zu verdammen, darf dieser auf keinen Fall den neuen Stadtteil dominieren.Die künstliche Terrassierung folgt weitgehend der natürlichen Topographie und nutzt diese für eine optimale Belichtung und Besonnung der Gebäude. Sie
lehnt sich an die Geländeterrassen des umliegenden Weinanbau-gebietes an. Die Landschaft der Umgebung ist von jedem Punkt der Siedlung erlebbar. Die in Nord- Süd- Richtung verlaufenden Höhen-sprünge teilen die klar nach Süden ausgerichtete Bebauungsstruktur in überschaubare Wohnzeilen.

Die Südorientierung der Anlage ist die ideale Basis für die flächen-deckende Realisierung aller Gebäude als Passivhäuser. Weitere Maßnahmen zur Reduktion des Material- und Energiebedarfs bieten sich durch die dichte Bebauungsstruktur an bzw. ergeben sich dadurch von selbst. Die mit den Bebauungsabschnitten mitwachsende Versorgungsstruktur schafft zugleich eine eigene Identität, Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner sowie ein Versorgungs angebot, das bequem zu Fuß erreichbar ist.

Quelle: C. Bodensteiner/ Kontakt: www.bodensteiner-fest.de

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