Brundibar
von Hans Krása

Text: Adolf Hoffmeister
Musikalische Leitung und Chor: Christian Günther
Regie: Julia Haebler, Bühne: Tobias Kreft, Kostüme: Christin Bokelmann
Oper in zwei Akten, aufgeführt in der Concordia Bremen und im Theater Bremen.
Premiere am 05.11.2005.

Ihr müßt auf Freundschaft bau'n, den Weg gemeinsam geh'n, auf eure Kraft vertrau'n und zueinander steh'n.

Über fünfzig Mal erklang dieser Schlusschor aus Brundibár zwischen 1943 und 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt. Wie viele andere Künstler wurde auch der 1899 in Prag geborene Komponist Hans Krása dorthin deportiert, bis er in den Gaskammern von Auschwitz ermordet wurde. Weil die SS in den Propagandafilm „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ auch diesen Chor aufnahm, hat sich ein bewegendes und eindrucksvolles Dokument erhalten – die meisten der Kinder, die dort zu sehen und zu hören sind, fanden in Auschwitz den Tod, wenige überlebten und können bis heute Auskunft geben von der Kraft, die ihnen Brundibár gab.
Krásas Oper wird von Kindern für Kinder aufgeführt. Alle Akteure sind Teil des Kinderchores, aus dem sie in ihre Rollen treten. Dem Komponisten gelang der Geniestreich einer Musik auf der künstlerischen Höhe seiner Zeit, die doch kindgemäß, voller Kraft und Energie ist. Sie ist von höchster Qualität und überfordert doch weder die Akteure noch das junge (und sicher auch erwachsene) Publikum.

Erzählt wird von Pepícek und Aninka, deren Mutter krank ist und die kein Geld haben, ihre Milch zu kaufen. Als sie sehen, dass der Leierkastenmann Brundibár mit seinem Leierkasten Geld verdient, wollen sie es ihm gleich tun. Doch der verjagt die unliebsame Konkurrenz. Erst dem gemeinsamen Einsatz aller Kinder, unterstützt von Spatz, Katze und Hund, gelingt es, Brundibár zu besiegen.

 

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