Presse und Kritik
"Geschlossene Gesellschaft"
Im psychedelisch-loungigen Halbrund der Bühne von Tobias Kreft realisiert er den Text temporeich und nachvollziehbar. Dadurch wirkt der 90-Minüter geradezu leicht.
SVZ 24.11.2011
...Estelle (Christiane Warnecke) gibt sich besonders gespreizt und betont ihre Damenhaftigkeit mit einer Extraportion Lippenstift. Ines (Constanze Passin), die Lesbische, trägt ihre Wesensart so wie die unmodische graue Hose. Unangepasst und doch auch nach Anerkennung gierend. Garcin (Oliver Hildebrandt) wirkt mit seinem Hut eigenartig wie ein Dandy, der sich gründlich in der Location geirrt hat. (…)Dessen ungeachtet: eine Aufführung so rund wie das Bühnenbild (Tobias Kreft): ein Oval mit umlaufender Kunstlederbank, mit aufdringlicher Zebramuster-Tapete, dass einem fast schwindelig wird. Die Hölle zeigt nicht uncharmanten Retro-Look.
DrehPunktKultur 23.11.2011
"Zweifel"
...Vor allem da Bühne (Tobias Kreft) und Regie eine eigene Atmosphäre erschaffen, die bis zum Schluss die Zweifel schürt, statt sie aus dem Weg zu räumen. Zweifellos eine starke Aufführung. ...
SVZ 25.09.2010
...Tobias Kreft hat für die Studioproduktion ein Bühnenbild gemacht, das Kirche und Basketballfeld, Büro und Klausur sein kann. Ein starkes Bild: Am Ende wird Schwester Aloysius das Herbstlaub vom Schulhof kehren, das so vertrocknet ist wie ihr Herz. ...
DrehPunktKultur 24.09.2010
"Rausch der Macht"
...Doch das Beste ist das Bühnenbild: Tobias Kreft hat es geschafft, vier Ebenen harmonisch ineinander zu schachteln. Ganz vorne das Gerichtszimmer, eine Stufe höher und weiter nach hinten versetzt die Privaträume der Richterin. Der dritte, dunkel geflieste Raum wird je nach Bedarf als Krankenhausflur oder U-Bahn-Haltestelle genutzt und überzeugt wunderbarerweise in beiden Funktionen. Besonders ausgeklügelt aber ist die vierte Ebene, von der aus die Vorsitzenden großer Konzerne über Posten, Millionen und Recht entscheiden. Wenn sich von Zeit zu Zeit die Schiebetür öffnet und den Blick freigibt auf eine teure Ledercoutch und die in Maßanzüge gekleideten Beine der Wirtschaftsbosse, dann hat das mehr als nur ästhetische Wirkung. Geschickt und originell bringt Kreft es auf den Punkt: Die, die in der Vorstandsetage sitzen und "exzellenten Armagnac" schlürfen, sind anonym, ihr Gesicht kennt man nicht. Die wirklich Wichtigen stehen über den Dingen und befinden sich vor allem weit außerhalb der Reichweite des langen Arms der Justiz. ...
Dorfzeitung 05.11.2009
"Rose and Walsh"
...In einem offenen Raum hat Ausstatter Tobias Kreft das Stück angesiedelt, auf einem Holzpodest über dem Sandstrand, vor einem Schilf-Buschen und einem Wolkenhintergrund. Da können die Gedanken ins Jenseits und wieder zurück pendeln. ...
DrehPunktKultur 05.05.2009
...Von den Plätzen im Studio des Schauspielhauses blickt man auf einen sommerlichen Wolkenhimmel und etwas Schilfgras, davor hat Ausstatter Tobias Kreft ein Sonnendeck über einen Sandstrand gebaut, einen Liegestuhl darauf gesetzt und einen Korbstuhl mit Tisch. Das Meer brandet und Rose sagt: "jetzt, da du tot bist, lebt es sich viel besser mit dir. ...
Berchtesgadenerer Anzeiger 02./03.05.2009
"Szenen einer Ehe"
...Tobias Kreft hat im Schauspielhaus-Studio eine quadratische Spielfläche gebaut, mit Gestänge-Wänden, die eine Spiegel-Situation andeuten. Vier Fauteuils, vier Stehlampen. Die geometrisch geordneten Spiegel-Gevierte kommen rasch durcheinander. Seelen sind nicht so aufgeräumt wie Wohn- und Denkräume ordentlicher Ehepaare. ...
DrehPunktKultur 09.01.2009
...Elina Finkels originelle Inszenierung hat viele skurrile Elemente und kommt mit drei Personen und einigen Masken aus. Vier weiße Ledersessel und vier Stehlampen werden je nach Bedarf samt den Wänden hin und her geschoben, und so befinden wir uns einmal in der Wohnung, dann wieder im Wochenendhaus oder in Johans Büro. Tobias Kreft hilft unserer Fantasie auf die Sprünge, denn während das Ehepaar oft nur schweigend im Sessel sitzt, bekommen wir jede Menge Hintergrundinformation, der intensive, oft auch intime Charakter dieses Kammerspieles bleibt dadurch immer erhalten. ...
Dorfzeitung 10.01.2009
"Der Alptraum vom Glück"
... Dennoch kam zwischen Ballett-Stange, Klappbett und Klavieratrappe (Bühne: Tobias Kreft) kaum Langeweile auf. So spuckte ein Kühlschrank immer wieder neue schräge Typen aus, eine Frau mit getaktetern Männerverschleiß klappte in ihrem Bett auf und von der Bühne, Balletthäschen arbeiteten sich durchs Poesiealbum und eine Hausfrau ließ Einkaufssackerl-Bomben hochgehen. ...
Salzburger Volkszeitung
28.04.2008
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